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Presseschau - Solothurner Tagblatt, 7. Juni 2006

Kinderbuchautorin Cornelia Hofer, Selzach

Momente des Glücks schenken

Benjamin und der Glücksdrache: So heisst das zweite Kinderbuch, welches die gebürtige Selzacherin Cornelia Hofer gemeinsam mit einer Kollegin herausgab. Die zwei Frauen wollen damit Kinder glücklich machen.

Benjamin ist ein Glückspilz. Eines Tages begegnet der Knabe einem Glücksdrachen, welcher ihm ein Stück seines Kleides schenkt. Wenn Benjamin gut auf das «Sternschnüppchen» aufpasst, wird sein Glück wachsen.

Dies ist der Beginn des neuen Kinderbuchs «Benjamin und der Glücksdrache» von Ursula Wolf und Cornelia Hofer. Beim Durchblättern stechen die liebevollen Details und die knalligen und fröhlichen Farben ins Auge: Da gibt es ein grosses Tor, voller Figuren und Formen, dort fliegt der «Ballon des Glücks» mit farbigen Quadraten und Blumen gegen den Himmel. Der rote Faden der Geschichte ist der kleine Benjamin, der die verschiedenen Facetten des Glücks kennenlernt. Dazu gehört auch die Erkenntnis, dass sich dieses nicht festhalten lässt. Zwischen den Zeichnungen hat es leere Seiten - die Kinder können hier ihr ganz persönliches Glück malen, aufkleben oder reinkopieren. Ein weiterer Clou: Am Schluss findet Benjamin und mit ihm jeder kleine Leser, jede kleine Leserin den «Spiegel des Glücks» – das eigene Spiegelbild wird Teil des ganz persönlichen Buches.

Kreativität ausleben

Die Texterin Cornelia Hofer ist in Selzach aufgewachsen. Heute lebt sie im liechtensteinischen Schaan. «Benjamin und der Glücksdrache» ist ihr zweites gemeinsames Kinderbuch mit Ursula Wolf. Ihr Erstling «Gini und Sambu» erschien 2003, auch dieses war als «Geschichten-Bilder-Malbuch» konzipiert. «Die leeren Seiten sind uns sehr wichtig», sagt Cornelia Hofer. Zwar sei es schön, selber kreativ zu sein, aber noch wichtiger finde sie, dass es die Kinder sein können. «Beim letzten Buch hat sich sogar noch mehr daraus ergeben, als wir gedacht haben.»

 

Solothurner Tagblatt

Manche Kinder hätten im Buch ihre eigenen Erlebnisse festgehalten, so dass daraus richtige Tagebücher entstanden sind. Cornelia Hofer ist überzeugt, dass auch die leeren Seiten des neuen Buchs nicht lange weiss bleiben werden. «Kinder haben eine grosse Phantasie, sie müssen sie nur ausleben können.» Als besonderes Zückerchen können alle Kinder, welche ihrem Buch eine individuelle Note geben, dieses am Ende des Jahres in Schaan ausstellen und so einem breiten Publikum zeigen.

Auf Wanderschaft

Mit ihrem Buch sind die Autorinnen zurzeit auf Wanderschaft – in Kinderhorten, -Gärten oder -Spitälern. «Es ist ein unglaublich schönes Gefühl, wenn wir jenen Kindern, denen es nicht gut geht, ein paar Glücksmomente schenken können», sagt Cornelia Hofer. Die leuchtenden Kinderaugen stellten auch für sie Momente des Glücks dar. Sie klärt ab, ob auch Kinder aus der Region Bekanntschaft mit Benjamin und dem Glücksdrachen machen können. Mit Solothurn und Umgebung ist sie nach wie vor stark verbunden, wohnen doch Eltern, Geschwister und viele Freunde hier.

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