DIe Vermutung eines Kindergärtners, der zu Hause noch sagte «Das wird sicher total langweilig», bewahrheitete sich nicht. Ganz im Gegenteil: Die Präsentation des Kinderbuches «Benjamin und der Glücksdrache», auf dem Abentuerspielplatz Dräggspatz, war ein voller Erfolg. Die Kinder standen auf, anstatt auf den Festbänken zu sitzen, und sangen und klatschten vergnügt mit.
Ursula Wolf, die Gestalterin und Illustratorin und Cornelia Hofer, die Autorin des Buches, waren bereits an vielen Orten, um ihre Werk zu präsentieren. «Es ist eine Art Wanderprojekt, bei dem wir unser Buch den Kindern in den verschiedenen Gemeinden vorstellen», verriet Ursula Wolf, «es geht bei der Präsentation um das Glück und dabei werden Theater und Musik vereint.» Mit diesen Auftritten treten die beiden Frauen auch in Spitälern auf, um die Kinder dort zum Lachen zu bringen und ihnen eine Ausgabe des Buches zu schenken.
Auch die Kinder von Schaan brachten sie gestern zum Lachen. Der Musiker Markus Gsell, der die Buchpräsentation musikalisch umrahmte, machte den Anfang mit Ursula Wolf, die den Banjamin spielte, und dem Lied «Froh zu sein bedarf es wenig». Die Kinder wurden sogleich aufgefordert, mitzusingen und mitzuklatschen, was sie gerne machten. Nun trat auch noch Cornelia Hofer «auf die Bühne», die die Rolle des Glückdrachens Cilly spielte, und das Kindertheater nahm seinen Lauf. Eine grosse Ausgabe des Buches «Benjamin und der Glücksdrache» stand auf einem Holzgestell und wurde Seite für Seite bearbeitet. Es wurde gesungen und getanzt, was für die Aerobictrainerin Wolf sicher kein Problem war.

Die Kinder waren vollauf begeistert – erst recht, als zum Schluss jedes Kind einen Glücksschuppen geschenkt bekam. Damit die Kinder ihn nicht verlieren, erhielt jedes noch eine kleine Schachtel dazu und das Glück war perfekt.
Das Buch ist ja kein normales, sondern ein spezielles. Dies bestätigte die Gestalterin Wolf. «Die weissen Seiten nach jeder beschrifteten Siete sind pädagogisch sehr wichtig, Die Kinder sollen nicht etwas aus der Geschichte hineinmalen, sondern was ihnen in den Sinn kommt. Es soll eine Art Tagebuch sein.» Diese leeren Seiten waren auch im grossen Buch vorhanden, und so konnten die Kinder, die wollten, noch etwas Kleines malen. Ein gelungener Morgen ging zu Ende und die Kinder machten sich wieder auf den Weg in ihre Bildungssätten.