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Presseschau - Oltner Tagblatt, 13. Mai 2008

«Sehr geehrter Natitrainer...»

Olten – Vernissage des Euro08-Projekt-Buches im Sälischulhaus

Durch das Euro08-Projekt gelangten die Schülerinnen und Schüler des Sälischulhauses Olten zu heiteren Briefwechsel mit Persönlichkeiten und Unternehmen. Diese Briefwechsel wurden in einem Buch festgehalten.

«Am liebsten ein Halbfinal mit Schweiz gegen Schweden. Das würde die Familienstimmung deutlich verbessern», formuliert Bernhard Russi seinen EM-Wunsch im Antwortbrief an die Schülerinnen und Schüler des Sälischulhauses in Olten. Diese hielten am letzten Freitag die Briefsammlung in Buchform in der Hand. In einer Projektwoche aller Unterstufenklassen wurde das Briefeschreiben thematisiert. Bei einer Übung sollte es nicht bleiben. Die Briefe wurden im Zusammenhang mit der bevorstehenden Europameisterschaft an diverse Persönlichkeiten und Unternehmen verschickt. Immerhin die Hälfte der Angeschriebenen antworteten. So entstand das Buch «Sehr geehrter Natitrainer». Illustriert wurde es mit Bildern von den Kindergärtlern der Sälischule.

«Euro08 auf eine andere Art»

Alle, die antworteten, wurden ebenfalls zur Vernissage eingeladen. Allerdings musste wohl die Mehrheit von ihnen «Prioritäten setzen», wie der Verleger des Buches, Thomas Knapp, beispielsweise Roger Federers Abwesenheit begründete. Einen Prominenten durfte der scheidende Schulleiter und Hauptinitiator des Projektes, Martin Imhof, trotzdem begrüssen. Der Koch der Schweizer Fussballnationalmannschaft, Emil Bolli, wurde dann auch sogleich von der Schülerschar für Autogramme ins Visier genommen. «Ich fand es eine spannende Idee, wie sich eine Schule auf eine andere Art mit dem Thema Euro 08 auseinandersetzt», sagte Bolli nach der Autogrammstunde.

Die Idee mit dem Buch habe sich ergeben, nachdem er Thomas Knapp bei einem Essen kennen gelernt habe, so Imhof in seiner kurzen Rede.

 

«Projekt abgeschlossen»

«Das Projekt Euro08 ist mit dieser Vernissage abgeschlossen» meint Schulleiter Imhof. Enttäuschte Fussballfans unter den Kindern wird es wahrscheinlich trotzdem nicht geben, denn «viele Lehrer an unserer Schule sind Natifans».

Je nach Spielernomination von Köbi Kuhn, dürfte das Sälischulhaus in den kommenden Monaten erst recht nicht um das Thema Euro08 kommen. Denn der Schulrektor Roland Giger schrieb in seinem Antwortbrief, dass er am liebsten im Team der Schweiz spielen würde, Köbi Kuhn ihn aber bisher noch nicht auf der Spielerliste habe. Sollte er sich als ausgezeichneter Penaltyschütze zeigen, so dürfte einer Nomination eigentlich nichts mehr im Wege stehen...

Hans-Peter Studer (13): Das Briefe schreiben hat am meisten Spass gemacht. Das ganze Projekt fand ich aber nicht so spannend.
Reha Suter (9): Mir hat das Briefe schreiben gefallen. Ich habe einen Brief an Roger Federer geschickt. Leider bekam ich nur eine Autogrammkarte als Antwort zurück.
Mara Sigriest (7): Es machte Spass. Die Briefe wurden in Gruppen geschrieben. Unser Brief ging an Simone Niggli-Luder. Sie hat geantwortet, was ich auch erwartet habe.
Julian Ulrich (12): Ich habe meinen Brief an Adidas geschrieben. Auf diese Idee kam ich selbst, durchs Internet. Mit der Antwort von Adidas bin ich zufrieden.

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