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Presseschau - Stadtanzeiger, 15. Mai 2008

«Sehr geehrter Natitrainer.»

Nun liegt er vor, gerade rechtzeitig zur Euro 08. Der heitere Briefwechsel von Ottner Schülerinnen und Schülern mit allerlei prominenten Zeitgenossen wie Emil, Ottmar Hitzfeld, Bundesrat Samuel Schund, Roger Federer, Beni Thumheer, Bernhard Russi oder Simone Niggli-Luder. Am Freitag wurde das Buch «Sehr geehrter Natitrainer» vorgestellt.

Am Anfang gab es eine Schreibübung. Die Schülerinnen und Schüler des Säli-Schulhauses in Ölten haben gelernt, Briefe zu schreiben. Das Thema war vorgegeben: Im Hinblick auf die Euro 08 ging es um Fussball. Es blieb aber nicht bei einer Trockenübung. Die Schüler haben die Briefe auch abgeschickt - und viele Antworten erhalten. Von vielen bekannten Persönlichkeiten. Emil beispielsweise hat sich die Mühe gemacht, mit einem handgeschriebenen Brief zu antworten. Auf die Frage von Myriam und Albiona «Sind Sie Hobbyfüssballer gewesen» schrieb Emil: «Wenn ich als Schüler Fussball spielte, war ich meistens im Tor - da war ich gut. Auf dem Feld spielte ich mit der Mannschaft vom Zirkus Knie bei meiner Tournee 1977. Meine Gegner waren Ferdi Kubier und Beni Thumheer.» Letzterer gehört ebenfalls zu den 34 Briefschreibern, deren Antworten nun in Buchform veröffentlicht sind. Originell sein Einstieg: «Ihr habt Fragen! Normalerweise beantworte ich sie nicht einfach so, denn so wie ihr wollen ganz viele Leute immer etwas von mir wissen. Ich kann ja nicht jeden Tag eine Stunde Briefe schreiben. Also, weil Ihr so viele seid, mache ich eine Ausnahme.»

 

 

Auch Bundesrat Samuel Schmid hat sich für einige Zeilen Zeit genommen, für eine Autogrammkarte mit Widmung hats bei Ottmar Hitzfeld, DJ Bobo oder Roger Federer gereicht. Neben dem bundesrätlichen Brief gab es von Schmid übrigens noch je einen Pin für die Schüler sowie einen Ball für die ganze Klasse. Bälle gab es auch von Peter Mucha von der tramondi Sport AG in Hägendorf. Im Buch erfährt man auch, welche bekannten Sportlerinnen und Sportler regelmässig im Panorama Resort & Spa in Feusisberg logieren. Und dass die FCB-Präsidentin Gigi Oeri die Schüler auffordert, nicht nur der Schweizer Nati, sondern auch dem FC Basel die Daumen zu drücken. Bernhard Russi möchte am liebsten ein Halbfinale mit Schweiz gegen Schweden sehen. «Das würde die Familienstimmung deutlich erhöhen», schreibt Russi. Seine Frau Mari ist Schwedin. Der Betreuer der Schweizer Nati, der Riedholzer Fredi Häner, hat nicht geantwortet; er hat gleich die Schulklasse persönlich besucht.

Lokalprominenz ist ebenfalls vertreten

Auch die «Lokalprominenz» darf in dem Buch nicht fehlen. Oltens Schulrektor Roland Giger und Stadtpräsidnt Ernst Zingg haben je eine zweiseitige Antwort geschrieben. Persönlich hat auch der Liedermacher Christian Schenker reagiert. Von ihm erfährt man beispielsweise, warum er keinen Lieblingsspieler hat.

Nicht alle Briefe wurden aber beantwortet. Klar doch, dass einige Schülerinnen und Schüler darob traurig sind. Aber gelernt haben sie trotzdem, wie man Briefe schreibt und Adresse nfindet.

Erschienen ist das Breifwerk der Primarschule Säli im Oltner Verlag Textwerkstatt. Es ist in allen Buchhandlungen für Fr. 14.80 erhältlich.

 

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