Kein Wunder, dass an der Buchpremiere im historischen Haus zum Schlossgarten die sportliche Prominenz nicht fehlte. Und sogar das Wort ergriff: Rolf Fringer, der FCA-Meistertrainer von 1993, hob die Entwicklung Zahners «vom zögerlichen Aarauer Bünzli zu einem selbstbewussten Menschen» hervor. Der erfahrene Sportpsychologe und Mentaltrainer (unter anderem der Nationalmannschaft der U17) habe nicht nur das «Rezept der Frechheit» für sich selber erkannt, er wolle seine «Botschaft» auch weitergeben.
Während Fringer Ruedi Zahner in die Nähe von Hemingway rückte, attestierte ihm Gilbert Gress hohe Intelligenz. Und zwar deshalb, weil Zahner es war, der vor gut einem Jahr mit Gress telefonisch Kontakt aufnahm. Der Elsässer machte sich in der Folge als «Retter des FC Aarau» einen Namen.
Mit einem Vorwort in Erscheinung tritt auch Ottmar Hitzfeld (unter dem Ruedi Zahner 1985 Cupsieger wurde), der das Werk «Frechheit siegt!» als «Aufforderung an alle» empfindet, «mutig zu sein, sich etwas zu getrauen und dranzubleiben».
Auch wenn es an der Vernissage hin und wieder wie aus Kübeln goss, liess sich die fröhliche Schar nicht davon abhalten, dem Autor zu seinem Wurf zu gratulieren. Dazu gehörten auch der Sänger Sebastian Bürgin alias Baschi mit seiner entzückenden Katy Winter (die in Aarau eine gemeinsame Wohnung haben), der Schauspieler und Sänger Joris Gratwohl («Lindenstrasse»), der ehemalige FCA-Trainer Svezdan Cebinac und der ausgemusterte Captain Sven Christ, dessen sportliche Zukunft nach eigenen Angaben «offen ist».