Nicht nur Menschen, die täglich am Fernsehen erscheinen, haben Spannendes aus ihrem Leben zu erzählen. Den Beweis dafür liefert der Oltner Verlag textwerkstatt mit etlichen autobiographischen Büchern.
Das neueste Buch schrieb in einfacher Sprache Maria Gämperle, aufgewachsen in einfachsten Verhältnissen, als Ordensfrau ein Vierteljahrhundert in Afrika im Einsatz, wo sie sich in einen Ordensmann verliebte und ihn heiratete.
Sie erzählt vom gemeinsamen Glück und vom sehr eindrücklich vom langsamen Abschiednehmen von ihrem Partner, der an Parkinson starb.
Anders als manche Berichte von Männer und Frauen, die ihre geistliche Gemeinschaft verlassen haben, ist Maria Gämperles Buch keineswegs von Ressentiments geprägt. Sie widmet es ihren ehemaligen Mitschwestern, „die mich fünfundzwanzig Jahre lang auf meinem Weg begleitet haben“.