Startseite Navigation Inhalt Kontakt
Knapp Verlag
Bücher-Shop

Presseschau - Anzeiger Thal Gäu Olten, 4. September 2008

Ein Hörgenuss mit Elisabeth Pfluger

Die CD «He nu so de» der 89-jährigen Volkskundlerin ist jetzt im Handel

Nun ist es da, das lang ersehnte Hörbuch von Elisabeth Pfluger. Es bietet 74 Minuten Unterhaltung und Genuss, also mehr als der Titel «He nu so de – eine heitere Erzählstunde» verspricht. Die Solothurner Anekdotenerzählerin wird vom Oltner Roman Wyss am Piano begleitet.

Sie liest ihre Geschichten aus einem Guss vom Manuskript ab, ohne sich kaum je zu verhaspeln. Zwischendurch räuspert sie sich, trinkt einen Schluck Wasser. Weiter gehts. Mit einer Disziplin, die für Elisabeth Pfluger selbstverständlich ist. «Die Arbeit hier im Tonstudio mache ich sehr gerne. Das ist für mich, wie wenn ich vor Publikum sässe», sagt die Volkskundlerin und Sagenerzählerin mit Gäuer Wurzeln, die schon ein Dutzend Bücher geschrieben hat. Das letzte, «He nu so de», ist im Herbst des vergangenen Jahres im Oltner Verlag Textwerkstatt erschienen.

Elisabeth Pfluger ist eine charmante und witzige Erzählerin. Regelmässig liest sie vor einem begeisterten Publikum. Ihre Stimme, ihre Dialekte und ihre Ausdrucksweise fesseln die Zuhörerinnen und Zuhörer. «Ich wurde immer wieder gefragt, ob es denn keine CD von meinen Anekdoten gibt», sagt Elisabeth Pfluger. Vor allem ältere Menschen hätten Mühe beim Lesen. Durchaus erstaunlich deshalb, dass die Solothurnerin für ihr erstes Hörbuch fast 90 Jahre alt werden musste. Zwar gab es vor rund 30 Jahren eine Kassette – «die ist aber längst vergriffen», weiss die Volkskundlerin. Der Grossteil der Erzählungen stammt aus ihrem Buch «He nu so de», das im Herbst 2007 erschienen ist. Auf der gleichnamigen CD sind aber auch bisher unveröffentlichte Anekdoten zu hören. In ihren Geschichten hütet sie altes Wissen wie einen Schatz, damit es nicht verloren geht. Das Buch bietet vergnügliche Lesemomente und gibt Einblick in die Seele der Solothurnerinnen und Solothurner.

 

Eine Brille braucht sie keine

Der Anzeiger war also dabei, als im Mai dieses Jahres das Hörbuch im Tonstudio double U productions GmbH des Oltners Roman Wyss aufgenommen wurde. «Es war ein Erlebnis, mit Elisabeth Pfluger zu produzieren. Wir haben viel gelacht und uns köstlich amüsiert», lobt der Musikprofi die Zusammenarbeit. Er habe bei ihr überhaupt kein Lampenfieber gespürt. Sie habe ihre Anekdoten erzählt, als wärs die einfachste Sache der Welt.

In der Tat: Sie liest in einem Zug, und sie tut dies ohne Lesehilfe. Brille? Kein Thema für eine Elisabeth Pfluger. Sie liest weiter, nächste Geschichte. Perfekter Wechsel in Schwarzbuben-Dialekt. Roman Wyss nickt. «Guet!» Kleine Pause, ein Schluck Wasser, dann ist sie wieder parat. Wyss’ Zeichen, und weiter gehts. Er bittet sie, nach dem letzten Satz doch mit dem Umblättern der Seite zu warten, bis zwei, drei Sekunden vergangen sind. Sonst ist dieses Geräusch mit drauf auf der Tonspur. Also nochmals von vorne. Alles sitzt. «Wunderbar, merci!», tönts von ennet der Scheibe. Es ist eine Freude, Elisabeth Pfluger im Tonstudio zuzuschauen und zuzuhören. Die Arbeit macht auch ihr ganz offensichtlich Spass. Höchste Zeit also, dass es zu dieser Premiere gekommen war.

Luzerner Lied aus Gäuer Feder

«Die heitere Erzählstunde mit Elisabeth Pfluger» dauert nicht bloss 60, sondern 74 Minuten. Es ist ein Hörgenuss der besonderen Art – nicht nur für Solothurner. So ist beispielsweise zu erfahren, dass das bekannte Volkslied «Vo Lozärn gäge Weggis zue» aus der Feder eines Gäuers stammt. Auf der CD sind 50 Anekdoten zu hören. Begleitet wird Elisabeth Pfluger von Roman Wyss am Piano. Die Kombination für einen echten Ohrenschmaus.

Seite als PDF

[ Zurück zur Presseschau ]

 

pages by chilimedia