Am Montagabend stellte Stadtpater Hanspeter Betschart im Pfarreigarten St. Martin am «Merlot-Teich» sein neues Buch «Das Grotto im Oltner Pfarrhaus» vor.
Was das Leben bereichert, sind gesellige Abende bei einem Gläschen Wein – das sieht auch Stadtpater Hanspeter Betschart so. Und in eben diesem Rahmen wurde am Montagabend sein fünftes Buch, das ab heute im Buchhandel erhältlich ist, gebührend gefeiert. Das Büchlein ist verschiedensten Geschichten aus dem Pfarrhaus gewidmet; Anekdoten, Witzen und Erzählungen über kleine – wahre – Dinge, die den Alltag erheitern.
Viele Oltner fanden den Weg an den «Merlot-Teich» im Pfarreigarten St. Martin, wo das Buch «Das Grotto im Oltner Pfarrhaus» Premiere feierte. Darunter waren auch Vertreter der Lokalpolitik, Freunde Betscharts – manche von weiter her –, Bewunderer oder «Gwunderer».
Es gehöre eine gewaltige Prise Edelmut dazu, nach dem Erfolgstreffer von Alex] Capus' «König von Olten» dem Stadtpater die Ehre zu erweisen und sein fünftes Büchlein herauszugeben, wandte sich Betschart bescheiden an den Herausgeber Thomas Knapp.
Kirchenrat Werner De Schepper ernannte den bescheidenen Autor des Büchleins schliesslich zum «Don Camillo von Olten», was diesen amüsierte und im Publikum für das eine oder andere Schmunzeln sorgte. «Fehlt nur noch der Peppone, der ihn herausfordert», fuhr De Schepper fort. Und auch wenn der Stadtpater immer so tue, als wäre er am liebsten in «seiner Innerschweiz», so sei er in Wahrheit eben doch am liebsten hier am «Wein-Teich». Und zum Buch: «Es ist ein zutiefst theologisches Werk und dennoch für alle verdaubar.»
Der Erlös des Buches fliesst zu 100 Prozent in das Sozialzentrum für geistig behinderte Jugendliche in Taalabaya im Libanon. Stadtrat Martin Wey, Präsident des Oltner Libanon-Komitees, gab zu, er habe sich überlegt, für diesen Auftritt an der Vernissage eine Kapuzinerkutte anzuziehen. «Ja, wir Politiker sollten das manchmal tun und uns zurückziehen, um zu überlegen, was wir als nächstes Gutes tun können», sagte er.
Zu seiner Überraschung erhielt der Stadtpater zum Andenken an den Tag der Vernissage eine extra angefertigte «Tessiner-Merlot-Teich-Fahne» geschenkt. Auch Petrus schien dem bunten Treiben wohlgesinnt, so dass der Merlot draussen am Teich genossen werden konnte.