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Presseschau: Zürichsee-Zeitung Obersee, 11. Mai 2010

Schriftsteller Alex Capus gab eine Kostprobe

Wie ein Kater zum Stadtoberhaupt wird
Bei einer Lesung in Jona gewährte Alex Capus Einblick in sein literarisches Schaffen und brachte die Zuhörer zum Lachen.

Eine Katze, die Türen öffnet oder sich protzig entgegenkommenden Autos in den Weg stellt, sieht man nicht alle Tage. Eine Ausnahme ist Toulouse, der schwarz-weisse Kater des Nachbarn von Alex Capus. Dieser ist so gewieft, dass ihn der Schriftsteller sogar zur Titelfigur seines neusten Buches, «Der König von Olten», machte.

Am Freitag stellte er es in der ausgebuchten Bibliothek Jona vor. Obwohl er gleich mehrere der Kurzgeschichten im Band dem Kater widmet, sind die eigentlichen Protagonisten die Einwohner von Olten. Über sie weiss der Schriftsteller so einige Anekdoten zu erzählen. Auch wenn das Werk eine Art Hommage an Capus’ Heimatstadt darstellt, war es in der restlichen Deutschschweiz nicht minder erfolgreich und kletterte gar auf Platz eins der Bestsellerliste.

 

Aus dem Leben gegriffen

«Alle Leute, die im Buch vorkommen, gibt es wirklich», beteuerte Alex Capus. Der Bezug auf tatsächliche Ereignisse ist typisch für den Schriftsteller. Häufig verbindet er auch Fakten mit Fiktion: «Fakten allein tragen häufig emotional nicht genug. Es ist die Aufgabe des Schriftstellers, Herzblut dazuzugeben», erklärte er.

Zwar erfunden, aber nicht weniger amüsant als «Der König von Olten» ist die Geschichte über die alte Dame Madame Alice, die Alex Capus im zweiten Teil zum Besten gab. Sie stammt aus dem Buch «Mein Studium ferner Welten», einer Sammlung von Kurzgeschichten, die durch die Hauptfiguren verbunden sind. Der Schriftsteller gab jedoch nicht nur Kostproben, sondern gewährte auch Einblick in seinen Alltag. Die etwa 70 Zuhörer hatten Spass an seinen Ausführungen und liessen sich die Gelegenheit nicht entgehen, ihre Bücher signieren zu lassen.

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