BUCH | LETTER   knapp verlag


 

Liebe Buchfreunde

Axolotl Roadkill heisst der Debütroman von Helene Hegemann. Zuerst hochgejubelt, wird die 18-Jährige jetzt von den Feuilletons mit Plagiatsvorwürfen konfrontiert. «Ich bediene mich überall, wo ich Inspiration finde und beflügelt werde», lässt sie einen Protagonisten in ihrem Roman sagen.

Ich will der jungen Frau gar nichts unterstellen. Ich weiss nur, dass im Web vieles möglich ist. Es wird kopiert, auf Teufel komm raus. Manchmal wäre es wirklich praktisch, wenn man solche wunderbare Sätze schreiben könnte wie «Jetzt steht nur noch ein einziger Baum auf dem Inseli, und den hat der Biber angeknabbert. Wie ein auf der Spitze stehender Bleistift hält er sich noch gerade, aber die Schneeschmelze wird ihn mit aller Sicherheit fällen. Dann gibt es keinen Baum mehr auf dem Inseli, und keine Wurzeln, die den losen Kies zusammenhalten. Meine Jugend ist futsch.» (1)
Oder: «Es war in jenem Jahr, Sie erinnern sich sicher daran, sofern Sie da schon auf der Welt waren, als die Königin Elisabeth von England zu einem Staatsbesuch in die Schweiz kam. Herein kam sie, aber um ein Haar wäre sie nicht mehr hinausgekommen, wenn nicht – Sie werden es nicht glauben – mein Grossvater ihr, und natürlich auch dem Herzog von Edinburgh, das Leben gerettet hätte.» (2)
Ich gebe es zu. Ich habe diese zwei Sätze aus Texten kopiert, die in meinem Computer gespeichert sind; ohne vorher die Autoren zu fragen. Aber weil ich diese Zeilen nicht unter meinem Namen veröffentliche (siehe weiter unten), bin ich definitiv kein Plagiator.

Thomas Knapp, Verlagsleiter

(1) Von Alex Capus aus «Dieser verdammte Biber». Ein noch unveröffentlichter Text.
(2) Von Ulrich Knellwolf aus «Verspätung kann lebensrettend sein». Der gesamte Text wird zusammen mit Reden und Predigten im Herbst als Buch unter dem Titel «Die Erfindung der Schweizergeschichte im Löwen zu Olten» erscheinen.


 

Neuerscheinung: Die gütigen Schwestern

Nach Brot und Liebe ist nun wieder ein Kapitel spannender Oltner Lokalgeschichte als Buch erschienen. Adolf Kellerhals hat in seinem Werk Die gütigen Schwestern die Geschichte der Vorgängerorganisationen der heutigen Spitex aufgearbeitet. In all den Jahrzehnten haben Dutzende von Schwestern ihren Dienst zum Wohle von Tausenden von Patientinnen und Patienten geleistet.
 

Vernissage I: Hamsterrad im goldenen Käfig

Das Hamsterrad im goldenen Käfig gehört zur Pflichtlektüre für alle, die immerzu strampeln, dabei oft unglücklich und überlastet sind. Die Autorin Franziska Bischof-Jäggi hat ein lustvoll zu lesendes Werk zur Work-Life-Balance geschrieben. Das Geniale am Buch ist: Alle können es lesen und auch verstehen; vom Schwarz-Weiss-Denker bis zur Seite-zu-Seite-Leserin. Bei der Vernissage vom 15. April in Zug hat es noch wenige Plätze frei. Anmeldung unter: Link auf PDF
 

Vernissage II: Herrenloser Hund gehört der Dame aus Olten

Am Sonntag, 18. April, wird das Kulturzentrum Schützi in Olten Schauplatz einer besonderen Vernissage. Ab 10 Uhr wird der Künstler Bruno Cerf sein erstes Hörbuch präsentieren: Herrenloser Hund gehört der Dame aus Olten. In Cerfs Anekdoten lebt das Olten der letzten vierzig Jahre wieder auf; in einer Stadt, in der Cerf als kulturell und politisch aktiver Mensch Spuren hinterlassen hat. Umrahmt wird die CD, wie auch die Vernissage, mit Improvisationen des Oltner Jazzsaxophonisten Roland Philipp. Die Vernissage in der Schützi ist öffentlich.


 

Vernissage III: Als Johnny Cash nach Wohlen kam

Als Johnny Cash nach Wohlen kam von Jörg Meier wird am Sonntag, 25. April, um 11 Uhr im Sternensaal Wohlen aus der Taufe gehoben. An der Buchvernissage gibt es ein Treffen interessanter Gäste: Philipp Galizia erzählt, Urs Heller fragt, Werner De Schepper spricht und Jörg Meier liest natürlich. Das Buch erscheint in gleicher Aufmachung wie Der König von Olten in der Perlen-Reihe. Die Vernissage ist öffentlich. (Siehe PDF)


 

Franco Supino

Lesung mit Thomas C. Breuer

Im Rahmen der Buchmesse Olten tritt der Kabarettist Thomas C. Breuer am Sonntag, 2. Mai, um 19 Uhr im Caveau du Sommelier auf. Breuer wird bei dieser Gelegenheit sein neues Buch aus der Knapp’schen Perlen-Reihe vorstellen: Gubrist, mon amour versammelt viele neue Texte über die Schweiz – aus der Sicht des fremden Fötzels: Glossen, Betrachtungen, Satiren. Und bei allen Texten spürt man: Der Mann mag dieses Land. Irgendwie. Das Buch bereits gelesen hat Kabarettist Andreas Thiel: «Alle Kuhhäute der Schweiz würden nicht ausreichen, um das zu beschreiben, was in diesem Buch steht. Man glaubt, mehr Sätze gelesen zu haben, als Wörter drin stehen.»
Der Eintritt kostet 25 Franken. Reservationen im Caveau oder per E-Mail an buch@knapp-verlag.ch.


 

 

BuchLetter-Angebot

Die Perlen-Reihe ist die schönste literarische Reise durch die Schweiz. Schriftsteller erzählen in ihren Texten über ihr Zuhause. Die Bücher sind auch immer ein wunderbares Mitbringsel für viele Gelegenheiten. Als Johnny Cash nach Wohlen kam und Gubrist, mon amour, die Mitte April erscheinen werden, gibt es im BuchLetter-Angebot zusammen für 40 Franken (statt 47.60), inkl. Porto. Einfach eine E-Mail schicken.


 


Weitere Informationen, das Verlagsprogramm und den Bücher-Shop finden Sie auf der Homepage www.knapp-verlag.ch.