BUCH | LETTER   verlag textwerkstatt knapp

Liebe Buchfreunde

Fräulein Casanova hat uns Kindergärteler zum Kuchenbacken nach Hause eingeladen. Auch 42 Jahre später denke ich noch daran. Wie der Kuchen geschmeckt hat, weiss ich nicht mehr. Ich bin jedenfalls nicht Konditor geworden. Und ich habe seither nie mehr einen Gugelhopf gebacken. Was aber ganz sicher nicht an Fräulein Casanova liegen kann.

Den Kindergarten Sälihof am Mühletalweg in Olten gibt es noch. Fast täglich komme ich an ihm vorbei. Ich werde bestimmt den Kindern einmal einen Besuch abstatten. Kann sein, dass dann die eine oder andere schöne Erinnerung an jene unbeschwerte Zeit zurückkommen wird.

Einige Gspänli von damals treffe ich heute noch regelmässig. Etwa Manuela, die zum «Chübu» gehört wie die Holzbrücke zu Olten. Oder Alex, der ein erfolgreicher Schriftsteller geworden ist. Nach dem Kindergarten sind Alex und ich noch fünf Jahre gemeinsam in die Primarschule gegangen. Später, als Journalisten, haben wir beide für die Solothurner AZ geschrieben.

Nun geben wir gemeinsam ein Buch und eine CD heraus. «Der König von Olten» ist eine Liebeserklärung an eine Kleinstadt, die Alex und mir immer wieder schöne Erinnerungen schenkt. Eine davon ist Fräulein Casanova und der Gugelhopf…

Thomas Knapp, Verlagsleiter
 

Der König von Olten

Wettbewerb: Kindergarten

Ich gebe es zu: Auf dem Kindergartenfoto aus dem Jahre 1967 kenne ich nicht mehr alle meine damaligen Gspänli mit Vornamen, geschweige denn mit Nachnamen. Aber die meisten Gesichter kommen mir heute noch vertraut und bekannt vor. Alex Capus und ich haben bei Fräulein Casanova gesungen, gezeichnet, gespielt, einen Gugelhopf gebacken und erste Buchstaben hingekritzelt. 42 Jahre später werden Alex, der Autor, und ich, der Verleger, unser gemeinsames Buch «Der König von Olten» veröffentlichen. Wer Alex Capus auf dem Foto erkennt, schickt mir eine E-Mail. (Der 2. von rechts in der mittleren Reihe bin übrigens ich.) Aus den richtigen Antworten wird eine Gewinnerin oder ein Gewinner gezogen. Der Preis ist eine signierte CD vom «Der König von Olten», die zusammen mit dem Buch am 23. April vorgestellt wird.

Alex Capus(Für eine Vergrösserung aufs Bild klicken)

Die öffentliche Vernissage und Buchtaufe findet am 23. April 2009, 19 Uhr, im Kulturzentrum Schützi in Olten statt. Der Eintritt ist frei.

 

 

2026 auf Japanisch

Nun ist Martin Klötis Buch «2026 – Rückblick auf die Zeit nach dem Ölschock» in chinesischer Sprache erschienen. Wang Lingling, die Leiterin der Shandong Art Press Ltd, bringt das Werk in einer Auflage von 3000 Stück unter die Chinesen. Ich bin gespannt, wie sich das Buch verkaufen wird. Hierzulande sind vom Titel bisher rund 1000 Stück verkauft worden. Klöti, Dozent an der Fachhochschule Nordwestschweiz, hat bereits vor zwei Jahren Wege aus der Globalisierungsfalle beschrieben. «2026» ist ein aktueller Beitrag in der heutigen Krisenzeit. Weitere Informationen und ein Diskussionsforum gibts unter www.2026.ch

2026

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Freitag der Dreizehnte

Heute ist Freitag, der Dreizehnte. Ein Tag, an dem im Volksglauben viele Unglücke passieren. Am Freitag dem Dreizehnten läuft eine schwarze Katze von links über die Strasse, schmeckt der Morgenkaffee bitter und ist der Chef grimmig. Die krankhafte Angst vor diesem Tag lähmt manchen Zeitgenossen. Reisen werden abgesagt, Termine verschoben. Es soll Leute geben, die sogar im Bett bleiben. Die Unfallstatistik kann sie «wachrütteln». An einem Freitag den 13. ereignen sich nicht mehr schwere Verkehrsunfälle als an einem «normalen» Freitag. Aber ich weiss: Den Aberglauben lassen sich Menschen nicht durch Statistiken nehmen.

Nach dem heutigen Tag ist der zweite von drei Freitagen an einem Dreizehnten vorbei. Der nächste kommt erst am 13. November wieder. Und in den nächsten beiden Jahren gibt es nur einen Freitag, der auf einen 13. fällt. Erst im Jahr 2012 wird es für Abergläubische wieder kritisch: Dann wird es wieder drei Freitage an einem Dreizehnten geben. Wer dann im Bett liegen bleiben will, soll wenigstens bitteschön ein Buch Lesen… Nachfolgend unser besonderes Angebot.

 

Das Porträt

Das Angebot: Madeleine Schüpfers Erzählungen

«Das Porträt» von Madeleine Schüpfer ist ein Büchlein mit wunderbaren Erzählungen. Die Autorin erzählt in zehn Kurzgeschichten behutsam und eindringlich von Menschen, die ihren Ängsten ausgesetzt sind und sich mit ihnen auseinandersetzen müssen. Madeleine Schüpfer schreibt in einer dichten, stimmungsvollen Sprache, die etwas geheimnisvoll Schwebendes an sich hat und die Leser gefangen nimmt. Die Autorin studierte Germanistik, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaften in Zürich. Sie lebt in Olten und ist als Kulturjournalistin tätig. Unser BuchLetter-Angebot im März. «Das Porträt» wird für 15 Franken (statt 19.80) portofrei nach Hause geliefert.

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Weitere Informationen, das Verlagsprogramm und den Bestellschein finden Sie auf der Homepage www.verlag-textwerkstatt.ch.