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Eine deutsch-schweizerische Ode an das feine Glück, einen Blick länger auszuhalten, als man wollte.
Manchmal führt eine Einladung in die Berge.
Manchmal zu sich selbst.
Und manchmal ist man nur mit.
«Wo wir hinstarren»erzählt von Umwegen und unvorhergesehenem Trost. Eine Begegnung zweier Menschen, die nur vorübergehend dieselben Wege teilen und dabei mehr über sich erfahren, als ihnen lieb ist. Mit feinem Humor, leisem Trotz und einer Melancholie, die sich nicht schämt, beobachtet die Stimme dieser Geschichte eine Welt, die sich ständig verschiebt.
Ein Monat zwischen der Sächsischen Schweiz und den Schweizer Bergen, der anders beginnt als gedacht, und überraschender endet, als geplant. Zwei Menschen, die sich näherkommen, ohne einander wirklich zu kennen. Die eigenen Unsicherheiten, verschobenen Pläne, kleine Zumutungen und dieses merkwürdige Gefühl, dass etwas in Bewegung geraten ist, obwohl alle stillstehen, sind stille Begleiter einer Begegnung, die keine ist. Es ist mehr. Vielleicht ist es ein Familiendrama mit Aussicht in den Süden. Oder ist es eine Ode an das feine Glück, einen Blick länger auszuhalten, als man wollte? Reich an Komik, stark in der Beobachtung, subtil in der Kritik.
Es spielen unter anderen eine alleinerziehende Stimme, eine befristend anstellende Chefin, ein Bruder, der nichts kann, außer alles richtig zu machen, und eine Iris, die mehr sieht. Weitere Figuren und viele lustvoll unnötige Situationen reichern den Reigen an. Ach ja, da ist auch noch ein kluges Balg.
Das Autorenpaar Elisabeth Hart und Rhaban Straumann bringt ihre typisch große Liebe zur Sprache, zum Leben und zur Selbstironie zum Ausdruck; natürlich mit satirischen Zwischentönen, ohne Eitelkeit, höchst humorvoll, tiefsinnig und sprachlich auf den Punkt geschrieben. Es ist ihr zweites gemeinsames Buch und der erste Roman der satirisch Schauspielenden.
«Ich nehme dieses Buch in die Hand, schlage es auf – und bin mittendrin. Die Erzählweise zieht hinein, wird zu einem Sog, dem man sich kaum entziehen kann. Zwischen fremden Orten und vertrauten Gedanken entsteht ein Spannungsfeld aus Nähe und Distanz. Eine bildhafte, eindringliche Erzählung über Verantwortung, Sehnsucht und die Frage, wo man wirklich hingehört. Sprachlich geschliffen und leichtfüßig! Elisabeth Hart und Rhaban Straumann erzählen präzise und humorvoll, und verstehen es, die Lesenden in ihren Bann zu ziehen.»
Nicole Knuth, Schauspielerin und Regisseurin
Elisabeth Hart (1984 in Leipzig geboren) und Rhaban Straumann (geboren 1972 in Olten) sind erfolgreich auf den Kleinkunstbühnen in der Schweiz und in Deutschland unterwegs. Gemeinsam schreiben sie ihre Programme – und auch ihre Bücher. 2023 ist «Bis wann gibt es Frühstück?» erschienen, das in zweiter Auflage vorliegt. Sie und er arbeiten gleichberechtigt auf Augenhöhe. Die beiden leben und schreiben gemeinsam in Leipzig, Olten und unterwegs. Und die Produktion erfolgt nachhaltig: Manuskripte werden auf Makulatur gedruckt, die Laptops mit Solarstrom geladen.
Elisabeth Hart und Rhaban Straumann bewegen sich gern in verschiedenen Genres: Literatur, Schauspiel, Satire.